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Weingarten ZwoNull v1.2: Auspflanzen Wurzelreben

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Kategorie: Hobby-Winzer

Schnell und zuverlässig wurden die 16 Wurzelreben Phoenix mit Reblaus resistenter Unterlage SO4 von der Rebschule Steinmann geliefert. Alles bestens!

Da für Neuanlagen als idealer Plfanzzeitpunkt Mitte April bis Mitte Mai angegeben wird, konnte sich das Auspflanzen beim Weinfreak & Weinschwager am idealen Zeitpunkt zur Monatswende April/Mai vollziehen.

Der Edelreistrieb kam pflanzfertig zurückgeschnitten und war mit Reben-Spezialwachs paraffiniert, um ihn vor Austrocknung zu schützen. Vor dem Auspflanzen mussten die jungen Reblein noch für ca. 24 Stunden in Wasser gestellt werden.

Am nächsten Morgen wurden vom Weinfreak erst einmal die Pflanzstellen vermessen (an die idealisierte Planung konnte er sich leider nicht exakt halten!) und 6 Löcher, ungefähr in Spatenblatt-Abmessung, ausgehoben, damit er des Abends nicht allzu viel Stress bekommt.

Als es dann soweit war, hat der Wein-Freak folgende Schritte möglichst akribisch durchgeführt:

  • Pflanzpfahl in den Boden rammen und tiefklöppeln
  • Wurzel der Rebe auf ca. 5 cm zurückschneiden
  • Rebe mit Auspflanzerde vorab auf < 5 cm Abstand vom Pflanzpfahl einsetzen
  • 2-3 Liter Wasser zugießen
  • Loch mit Weingartenerde (das, was das Ex-Kräuterbeet hergibt) auffüllen
  • darauf achten, dass der Edelreis 3-5 cm über dem Bodenniveau liegt
  • Kalk-Magnesium-Dünger aufbringen – Danke für den Tipp an den Winzer-Azubi Moritz Hoffmann!
  • ganz am Schluss die ganze Anlage noch einmal wässern

Beim Weinschwager, 90 Minuten später, wurden die selben Tätigkeiten durchgeführt.

Wie immer hat der Weinfreak alles haarklein auf Video dokumentiert:

Jetzt warten die beiden Jung-Hobby-Winzer auf das selig machende Winzer-Glück!

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Comments

Sieht gut aus! Hiermit subskriniere ich schon mal eine Flasche des edlen Stoffs von der zu erwartenden Ernte 2012. Vollgas!

Noch was: Das Wasser hätte ich direkt an die Stöcke gegossen…

Ok, hiermit ist eine Flasche des 2012er Phoenix “Burghalde” für den Blogggwart reserviert!

Das mit dem Wasser kommt im Zeitraffer vielleicht nicht so rüber, aber wir haben in das Pflanzloch direkt an die Stöcke locker 2-3 Liter gegossen, bevor wir das Loch zugemacht haben. Danach wurde nochmal an die Stöcke angegossen und heute Nacht gab es Regen.
Die Damen sollten also ausreichend zu Trinken haben 😉

Wieso werden die Würzel zurückgeschnitten?

Das ist eine gute Frage, ich habe keinen Hinweis auf das “warum”, nur die Anweisung im “Hobby-Winzer”-Buch und in den Hinweisen der Rebschule das zu tun.
Ich würde vermuten, dass das rein praktische Gründe hat. Beim Auspflanzen sollen nämlich die Wurzeln sternförmig ausgebreitet werden. Da das Pflanzloch nur ca. 20 cm im Durchmesser ist, wären die Wurzeln nicht sternförmig auszubreiten, wenn sie länger als 5 cm wären.

Da hätte ich doch eher ein größeres Loch gegraben.
Aber wenn Cheffe das sagt? Also ich hätte 3 gekürzt und 3 nicht (-:

Eben, der Cheffe sagt es … als Winzer-Azubi muss ich mich ja exakt an die Anweisungen des Experten halten, sonst kommt weiß Gott was heraus. Zumal ich mehr Oechsle erreichen muss, als der Weinschwager!
Aber vielleicht findet noch jemand heraus, ob es einen tatsächlichen Grund gibt, die Wurzeln beim Auspflanzen auf 5-8 cm zurück zu schneiden oder ob das nur mit der Breite des Pflanzlochs zu tun hat, wie ich vermute …

Hab g’rad etwas gegoooolt und bei Rosen wird das auch (unbegründet) empfohlen.

An die Geschichte mit der Lochgröße glaube ich nicht – Bequemlichkeit bei so einem Thema? Vermutlich kappt man die dicken Wurzeln, damit viele feinere nachwachsen und diese die Ansiedelung besser unterstützen.
Frag Muttern, die weiss das sicher!

Und gegen Deinen Schwager hast Du keine Chance! Du hast mindestens einen Stock viel zu nah an die Betonmauer gesetzt und hast keine Hanglage. Im Vorteil wärst Du, wenn die Reben geräuschempfindlich wären (-;

[…] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Andreas Heck erwähnt. Andreas Heck sagte: Gestern fand im Weingarten ZwoNull das Auspflanzen der Phoenix Wurzelreben statt: http://bit.ly/d7zmdD – Weinfreak-Experiment geht weiter… […]

Ich antworte hier, muss diese nested replies noch in dem CSS abändern, das wird ja ein Schlauch!

Im “Hobby-Winzer”-Buch heißt es:
“Aus der Wurzellänge [die auf Handbreite eingekürzt werden müssen, so eine Seite zuvor, Anm. ich] und der Breite des Spatenblattes ergibt sich die Größe des Pflanzlochs von 20 x 20 cm.” Und aus. Ich glaube also immer noch, dass sich im Laufe des Weinbaus es sich als günstig gezeigt hat, eben ein solches Pflanzloch auszuheben. Da die Wurzel weitläufig austreiben soll, müssen sie beim Pflanzen sternförmig ausgebreitet werden. Das geht nur, wenn die Wurzeln nicht zu lang sind.

Dass der Weinschwager gewinnt, ist noch lange nicht raus. Die “Hanglage” ist nur ein kleiner Hubbel von 0 auf vielleicht 1 m Höhe. Ob das das Kraut fett (und die Beeren gut) macht? Nicht, wenn ich diese fehlende Steigung mit entsprechend liebevollerer Pflege wettmache 😉

In drei Jahren werden wir es wissen, dann wird die Messung mit dem Refraktometer ergeben, wer mehr Grad Oechsel erreicht hat. Das werde ich sein, ich bin da siegessicher 🙂

Das Anschneiden der Wurzel hat mit sicherheit einerseits den praktischen Grund das sie besser ins Pflanzloch passen. Allerdings erhöht sich meines Wissens nach durch das Anschneiden auch der “Druck” auf die Wurzeln und diese wachsen besser und schneller.

[…] lebt im Weingarten ZwoNull des Weinfreak! Gerade ausgepflanzt, zeigen sich an allen Jungreben deutlich erste Augen, was in der Fachterminologie des Weinbaus […]

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