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Der Blogggwart entscheidet die Frage nach der rechten Rebsorte

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Kategorie: Hobby-Winzer, Weinbau, Weinbaugebiete

Welch eine Erleichterung! Der Bloggwart Dirk Würtz, seines Zeichens naked Winemaker und Berater in Sachen Weinbau, hat dem Weinfreak die Entscheidung für die Rebsorte abgenommen. Da der Weinfreak eine weiße Sorte anbauen will, soll es jetzt der Phoenix sein. Zum Thema Riesling, der immerhin mit 3 Stimmen zwar wenig, aber dennoch die meisten in der “Frage der Woche” erhalten hat, sagte der Blogggwart lapidar, aber apodiktisch:

Das mit dem Riesling würde ich sein lassen.

Gerne. Jetzt wird es also Phoenix, eine weiße Rebsorte, von welcher der Weinfreak bisher nur den Namen kannte.

Ein Phoenix wird zur Asche im bescheuerten Experiment

Phoenix ist eine Neuzüchtung des Instituts für Rebzüchtung Geilweilerhof. Und “Geil” klingt genauso, macht doch Mut! Gezüchtet wurde eine Kreuzung zwischen der dem Weinfreak vom Bodensee bekannten Sorte Bacchus mit Villard Blanc. Beides ebenfalls bereits Neuzüchtungen. Und da der Bacchus eine Kreuzung zwischen Silvaner x Riesling ist, kommt doch noch irgendwie Riesling in des Weinfreaks Weingarten.

Klein aber fein

Der Phoenix, mit Gebietszulassung seit 1994, wird in Deutschland auf 46 Hektar gewerblich angebaut, davon mit knapp über 40% am meisten in Rheinhessen (wo der Blogggwart lebt und arbeitet), gefolgt von der Nahe mit 30%. In den anderen Gebieten ist der Anbau zu vernachlässigen, ebenso außerhalb Deutschlands. In Kürze kommen dann für Deutschland vom Weinfreak und vom Weinschwager, der ebenfalls dem kundigen Urteil des Bloggwarts vertraut, schlappe 25-30 qm dazu, LOL!

Die richtige Sorte außerhalb eines Weinbaugebiets

Dass das Ex-Kräuterbeet des Weinfreaks kaum für Weinanbau taugt, liegt auf der Hand:

  • Es liegt mit 560 m ü. NN locker 100 Meter zu hoch für deutsche Verhältnisse.
  • Die direkte Nähe von Flüssen (Donau, Iller) und vielen (Bagger-)Seen führt häufig zu nebligem Wetter und weniger Sonnenstunden.
  • Das Kräuterbeet ist plan, von Steillage weit und breit nichts zu sehen.
  • Der Boden ist primitivster Gartenboden, Terroir sucht man vergeblich.

All diese Gegebenheiten und alles vernünftige Zureden bringt nichts, der Weinfreak hat es sich in den Kopf gesetzt, nicht minder stur der Weinschwager.

Und da der Phoenix (oder heißt es “die Phoenix” augrund “die Rebsorte”?) mittelfrüh ausreift, sehr frostfest und hoch resistent gegen die gefürchteten Pilzkrankheiten Echter und Falscher Mehltau ist, macht er/sie die Grundsituation deutlich günstiger.

Laut der Wikipedia zeigt der Wein aus der Phoenix-Traube Muskataromen und sei ein “kräftig vollmundiger” Wein mit “frischer bis kräftiger Säure”. Lecker!

Unbeirrt geht es weiter

Nun denn, auf, auf, jetzt kann es losgehen. Der nächste Schritt wird sein, das Ex-Kräuterbeet zu holländern. So bezeichnet man wohl die vor Neupflanzung nötige Bodenlockerung. Sagt zumindest Gerd Ulrich in seinem Bestseller Der Hobby-Winzer, des Weinfreaks aktuelle Lektüre.

Von dieser schweißtreibenden Arbeit, bei der vom Weinfreak dann noch mit Kiesel und Schieferplatten etwas Terroir in den Boden geschmuggelt werden wird, wird Euch dann ein Video zur allgemeinen Belustigung präsentiert.

Bleibt dran!

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Comments

Besorg Dir mal noch ein paar Kilo Kompost und schmeiß den da drauf bevor Du anfängst. Kann nix schaden. Und wenn Du gepflanzt hast, gibt den Mädels ordentlich Wasser…

Den Kompost vor dem Holländern darauf? Oder danach?
Und Wasser sollen die Chickas bekommen, da wird nicht gespart! Danke für Deine Tipps!

Bescheuert finde ich die Idee des Weinfreaks mit dem Weinanbau im Garten überhaupt nicht. Die Wahl der Rebsorte erscheint mir ebenfalls okay, aber dazu hat er ja auch den Würtz befragt, und der kennt sich aus. Das kann dem Weinfreak im Vorfeld eine ganze Menge Ärger ersparen, da er nicht erst selber groß herum experimentieren muß um eine Rebsorte zu finden, die zu seinem Terroir paßt. Dann viel Glück Andreas, und wir werden die weitere Entwicklung mit Interesse verfolgen.

Lieber Jörg, das doofe WordPress hat doch glatt Deinen Kommentar von gestern als Spam markiert! Frechheit, Sauerei, sattelt die Pferde!
Besten Dank für das Glück, das kann ich sicherlich gebrauchen. Jeder Schritt im Mini-Weingarten wird selbstverständlich dokumentiert!
Als nächstes findet das Holländern (Bodenlockerung) statt und das Hineinschmuggeln von Terroir mit Hilfe von Steinen (auch so eine bescheuerte Idee, aber lasst mich einfach!). Im Anschluss werden dann wohl die Rebstöcke bestellt und ausgepflanzt. Und dann geht es weiter, immer weiter!

Echt genial die Idee mit dem “Terroir hineinschmuggeln” ;-) … In welcher Tiefe wurden die jetzt eingesetzt?

Lieber Patrick, erst einmal ein herzliches Willkommen! Freut mich sehr, dass ein echter Winzer, noch dazu ein so namhafter, im Blog des Hobby-Winzers vorbei schaut :-)

Das mit dem “Terroir hineinschmuggeln” wurde leider nichts aufgrund Zeitdruck, ich war tagelang quasi depressiv :-(
Da die Rebschule die pflanzfertigen Wurzelreben nur bis Ende April versendet, musste das Holländern am vergangenen Wochenende stattfinden. Und so schnell konnten der Weinschwager und ich keinen Schiefer oder Porphyr organisieren. Denn den wollte ich massenhaft in ca. 40 cm Tiefe heinschmuggeln. (Aber mal ehrlich, von Hobby-Winzer zu echtem Winzer: Gebracht hätte das ohnehin nichts, vielleicht in 50 Jahren :-D )

Jetzt ist es Essig, der zukünftige Wein hoffentlich nicht, und das Illerberger Terroir (dichter Lehmboden) muss in drei Jahren zeigen, was er hergibt.

vielen Dank für dein herzliches Willkommen… Das mit dem Terroir findet leider etwas tiefer und breiter statt… Solange die Reben noch jung und wenig verwurzelt sind wird man nicht viel bemerken… erst wenn die Rebstöcke ein gewisses Alter erreicht haben… und dann sind die Wurzeln ein paar Meter weit verzweigt.

Jessas, diese “nested” Darstellung wird jetzt arg schmal, ich antworte Dir deshalb unten neu … muss noch eine Lösung für das Darstellungsproblem finden …

[...] wenig beim Weinfreak. Doof z. B. beim Weingarten-Experiment, denn da hat der Weinmacher Würtz nach dem entscheidenden Tipp zur Rebsorte Phoenix noch per [...]

Lieber Patrick!
Der Weinschwager ruft mir gerade zu, dass wir beim Mulchen dann einfach nachträglich Terroir in den Boden schmuggeln sollten: Schiefer, Kies, Porphyr, alles!

Aber Deinen wissenden Aussagen nach, wäre das sicherlich noch weit schwachsinniger als die anfängliche Idee, beim Holländern in ca. 40 cm Tiefe “Terroir” einzubringen? ;-)

Und wer weiß, was der Rebstock in größerer Tiefe finden wird! Schließlich wohnen wir auf einem Berg, der könnte ja aus interessantem Material bestehen!

Ach Huub,ich habe eben das Thema “Warum sollte ich keine biillgen Weine trinken” ffcr mich entdeckt!Geschmack bleibt eine Geschmacksache und ich habe gerade (vor 30min.) eine fast volle Weinflasche in den Ausguss abfliessen lassen.Zur Erkle4rung, es war ein billiger Gewinn und ich habe heute den Mut gewonnen diese Flasche zu f6ffnen ^^.Ok, dann habe ich gedacht … bleibst du Spanien treu .. (das stand jedenfalls auf der billigflasche).Jetzt hatte ich eine grf6dfere Audfwahl und ich fand “nassos 2008″.Dieser Wein hatte den Vorteil ich war vorher ente4uscht.Letzten Endes habe ich festgestellt … gute Weine bekommt man nicht ffcr 99 cent und nach oben ist jeden freigestellt welchen Betrag man investieren mf6chte. Wenn du Huub mir die Frage stellen wfcrdest welchen Wein ich dir empfehle dann natfcrlich einen guten Amarone aber selbst da mfcssen wir natfcrlich schauen in welcher Preisklasse wir da gemeinsam schauen sollen (ich als Metro-Angestellter) biete dir natfcrlich eine richtig gute Variante an welche unverschlossen ist!Aber der Kollege (ich kenn ihn nicht) hat nichts falsches von sich gegeben, er hat seine eigene Meinung wiedergegeben. Ich hab sie beim selbst lesen nicht so negativ empfunden wie du.Wenn ein Kunde bei einen Anbieter vor Ort fragt warum? .. und wir keine Grfcnde kennen kommt auch Kritik, hier hat einer den Mut und den Einsatz gezeigt und uns allen weitergeholfen.lg Sven

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