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Der Weinfreak verkostet “Silicata”

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Kategorie: Rotwein, Verkostungen, Weine Italien

Ebenfalls aus dem Stammtisch-Paket von Wein-Plus und dem Weinfreak bisher auch gänzlich unbekannt stammt der gestern verkostete Rotwein “Silicata” Terre del Volturno IGT von der Fattoria Selvanova aus dem Kaff Castel Campagnano in der Provinz Benevento, gelegen in Kampanien.

Der Wein wird aus Aglianico gekeltert, das – endlich – kennt der Weinfreak! Das ist nämlich eine sehr alte, wunderbare Rebsorte, die man hauptsächlich in der Campania und der Basilicata anbaut. In der Weinwelt erkennt man immer mehr, welch hohes Potential diese lange vernachlässigte Rebsorte hat.

Das Weingut Selvanova ist noch recht jung, wurde Mitte der 1990er Jahre gegründet. Der Name setzt sich demnach auch aus den beiden Italienischen Worten selva – Wald und nova – neu zusammen. Nomen est omen, 20 der 45 Hektar Land im Besitz von Selvanova sind von Wald und Büschen belegt. Auf etwa 15 Hektar Böden, die hauptsächlich aus Ton und Kalk bestehen, wird in neu angelegten Gärten Wein angebaut: Aglianico, Cabernet Sauvignon, Pallagrello Nero und weißer Pallagrello Bianco.

Was hammer wir im Glas?

Erzeuger: Fattoria Selvanova Rebe/Cuvée: Aglianico
Wein: “Silicata” Terre del Volturno IGT Jahrgang: 2005
Region: Benevento, Campania, Italia Alkohol: 14,0 % vol.

Gekauft: Stammtisch-Paket von Wein-Plus Preis: 20,- € / 0,75l
Verkostet: 21.03.2010 in Illerberg Wertung: ♦♦♦◊◊ (86)

Der Silicata ist von dunklem, undurchdringlichem Violett, am Glas gleichmäßige Schlieren.

In der Nase die obligatorische Kirsche, dazu Brombeere und Gewürznoten. Etwas Vanille, “aha, Barrique”.

Im Mund dann wenig Aromen, ein bisschen Beeren, aber das wird alles überlagert von zu viel Holz. Wie immer, wie so oft, der Weinfreak findet es schade. Ein “Holzklotz”. Die Tannine sind noch sehr harsch, sehr grün. Der Wein braucht definitiv noch Zeit, auch das findet der Weinfreak schade, immer diese Liegenlasserei. Er will nicht dem “Jungweinwahn” frönen, aber man will eben auch irgendwann dann einmal einen Roten trinken und nicht nur ungeduldig auf eine ganze Palette Rotweinflaschen im Keller spechten.

“Silicata” ist italienisch, Silikat oder Silicat ist deutsch. Das sind Salze der Kieselsäure. Deutet der Name des Weins also irgendwie auf Mineralität hin, auf Terroir? Der Weinfreak kann es nicht finden. Und der Weinfreak mag den Wein nicht. Er ist ihm zu ungehobelt, der Wein zeigt keine Eleganz. Schon wieder so ein Lauttöner. Nach dem ersten Glas hat man schon genug und will nicht weiter. Trinkspaß ist etwas anderes!

Aber vielleicht hat der junge Kerl ja noch Potential, entwickelt sich noch in der Flasche die nächsten 5, 10 Jahre. Oder man öffnet ihn zu einem fetten Steak oder einem Braten, das könnte funktionieren. Zum reinen Weintrinken, abseits von Speisen, ist er eher nicht geeignet.

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