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der weinfreak » Der Weinfreak verkostet “Saharay”
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Der Weinfreak verkostet “Saharay”

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Kategorie: Freakwein, Verkostungen, Weine Italien, Weißwein

“Saharay” sagt Euch nichts? Kein Wunder, dem Weinfreak sagte das auch nichts. Das ist der romantische Name eines Weißweins von Porta del Vento, einer Azienda Agricola von Marco Sferlazzo aus dem kleinen Städtchen Camporeale, gelegen in der Provinz Palermo. Ein sizilianischer Wein also. Der Wein besteht zu 100% aus der Rebsorte Catarratto Bianco. Auch noch nie gehört? Der Weinfreak ebenso wenig. Eine Neuentdeckung also. Fein, das mag der Weinfreak.

Entdeckt wurde er von den Betreibern des unvorstellbar informativen Portals Wein-Plus und wird im aktuellen Stammtisch-Paket präsentiert. Und das Frühjahr-Paket bei Wein-Plus heisst “Bewusstseinserweiterungs-Paket”. Selbstredend.

Der Sinn eines Stammtisches ist ja das gemeinsam beieinander Sitzen. Jedoch gibt Wein-Plus keinen konkreten Termin vor. Die Teilnehmer verkosten irgendwie, irgendwann und sollen sich dann im Forum oder im Chat austauschen. Der Weinfreak ist jedoch viel zu neugierig, wollte nicht so lange warten und hat sich deshalb schon am Freitag über eine der Flaschen aus dem Stammtisch-Paket her gemacht. Korken raus!

Sferlazzo bewirtschaftet eine Rebfläche von zehn Hektar, auf dieser findet man 25-35 Jahre alte Reben. Ausgerichtet sind die Weingärten gen Norden, um die Trauben vor der glühenden Sonne Siziliens zu schützen. Sferlazzo ist ein Extremer, sicher im positiven Sinne. Sein Weingut ist biologisch zertifiziert, er verzichtet vollkommen auf synthetische Stoffe und lässt auch das Düngen sein. Auch nach der Lese geht es im Weinkeller ungewöhnlich weiter. Denn vergoren werden die Rotweine (Nero d’Avola)  und Weißweine (eben jener Catarratto) in offenen Bottichen aus Eichenholz. Dabei wird der Most für zwei Wochen bei Raumtemperatur in Kontakt mit den Beeren gehalten. Sferlazzo setzt keinen Schwefel (dient meist zum Konservieren, also um den Wein haltbarer zu machen) zu und verzichtet gar auf die Zugabe von Hefe (die man normalerweise zugibt, um die magische Wandlung von Zucker in Alkohol anzukurbeln und zu regeln). Nach der Gärung werden die Weine im Stahltank oder im großen Eichenfass ausgebaut. Filtern tut der gute Sferlazzo natürlich auch nicht. Krass, das nenne ich konsequent.

“Krass” kann man dann auch das nennen, was man im Glas vorfindet. Doch seht selbst:

Erzeuger: Porta del Vento Rebe/Cuvée: Catarratto
Wein: Saharay IGT Jahrgang: 2008
Region: Palermo, Sicilia, Italia Alkohol: 13,0 % vol.

Gekauft: Stammtisch-Paket von Wein-Plus Preis: 18,90 € / 0,75l
Verkostet: 19.03.2010 in Illerberg Wertung: ♦♦♦◊◊ (86)

Im Glas gar kein Zeichen von Weißwein, es zeigt sich eine fast orange, bernsteinige Farbe. Fast wie ein Paulaner Weißbier oder eine Berliner Weiße. Der Wein ist komplett trübe, er ist ölig und zeigt dicke Schlieren an der Glaswand.

In der Nase zeigen sich deutlich Aromen von getrockneten Datteln und Feigen. Nicht weniger deutlich riecht der Weinfreak Walnuss. Cool. Dazu eine Note, die der Weinfreak erst als Sherry-Ton beschrieben hätte. Nach genauerem Hineinriechen kann es der Weinfreak aber genauer einordnen: “Berentzen Apfel”, jener Mix aus Apfelsaft und Schnaps, den wir als junge Männer auf Party gekippt haben. Später gab es den dann als Lutschbonobons. Strange!

Im Mund ist der “Saharay” deutlich kräutrig, holzig und zeigt sich extrem herb mit Zitrusgeschmack. Der Nachhall ist lange, man behält die Herbheit lange im Mund.

Wow, das ist wirklich mal ein krasser, ein “freaky” Wein! Überhaupt nicht der Geschmack des Weinfreak, aber super interessant, um sich einmal damit auseinanderzusetzen. Wenn man sich den Wein mit der Nase riechend einverleibt, weckt er tatsächlich Eindrücke von Marokko oder Persien. Man fühlt sich versetzt an einen Bartisch mitten in einem Basar. Das ist Sarazenen-Wein! Und vielleicht hat der Weinname “Saharay” ja nach Willen des Winzers tatsächlich mit “Sahara” zu tun.

Das ist nun wirklich kein Wein für jeden Tag, schon preislich nicht. Aber der Weinfreak kann ihn sich gut vorstellen zu italienischen Antipasti (getrocknete Tomaten, eingelegte Auberginen und solche Geschichten), Kaninchen mit Kräutern und gegrilltem Gemüse oder vielleicht auch zu einem gealterten Pecorino-Käse.

Im bayerisch-schwäbischen Sprachraum gibt es ein Wort dafür: “kähl” (oder auch “kehl”). Genau das ist der Wein.

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